Auf die Bestellung einer Kirche zu antworten ist keine leichte Aufgabe für den Künstler: er kann nicht die lange Tradition und die Gemälde, die die Wände kirchlicher Gebäude verzieren, ignorieren. Er muss nichtsdestotrotz seinen Platz unter den vielen Vorgängern finden, bekannt oder auch nicht, welche die Wege der kirchlichen Kunst abstecken, und darin seine eigene Sprache zum Ausdruck bringen.
Jenseits von Fragen des Stils erbietet sich das religiöse Werk dem Blick des Zuschauers nicht wie ein profanes Gemälde. Man sucht in einer Kirche nicht die gleichen Werke als die, die in Museen verteilt sind. Eine andere Erwartungshaltung als die rein ästhetische des Kunstliebhabers liegt vor. Der Treue hofft in der Ikone eine Übersinnlichkeit, wenigstens jedoch eine der Meditation eigene Stille zu finden.
Die Erschaffung des Altarsbildes von Illhaeusern war ein einschüchterndes und zugleich begeisterndes Abenteuer. Diese Werk, welches von der Gemeinde Saints Pierre et Paul anlässlich des 50. Jahrestages des Wiederaufbaus in Auftrag gegeben wurde, schmückt den Altar, indem es sich von den Fenstern des Kirchenschiffes inspirieren lässt.
Das Altarbild wurde am 18. Mai 2008 eingeweiht. Besichtigungen sind jeden Tag möglich.


